201709.19
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MS „TS Schlüter“ – Insolvenzverwalter fordert von Anlegern Geld

Die MS „TS Schlüter“ GmbH & Co. KG ist bereits seit längerem insolvent. Nun bekommen zahlreiche Anleger dieser Tage Post vom Insolvenzverwalter. Darin werden Ausschüttungen zurückgefordert, die in der Vergangenheit geflossen sind. Rechtlich soll dies angeblich auf einem Freistellugnsanspruch der HCI Treuhand gegen die Anleger basieren. Dieser soll wiederum an den Insolvenzverwalter abgetreten sein. Viele Anleger fragen sich daher: „Muss ich zahlen?“

Dieses Schiff fährt noch - die MS "TS Schlüter" nicht mehr

Dieses Schiff fährt noch – die MS „TS Schlüter“ nicht mehr. Bild: (c) Torsten Bätge unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License

Für die Kanzlei Bergdolt ist der Anspruch des Insolvenzverwalters nicht so klar, wie dies dargestellt wird. Ob der Anspruch tatsächlich besteht und ob dieser durch den Insolvenzverwalter geltend gemacht werden kann, müsste zunächst in jedem Einzelfall geprüft werden.

Es besteht bereits die Möglichkeit, dass die Ansprüche verjährt sind und daher nicht mehr geltend gemacht werden können. Außerdem könnte diese Vorgehensweise gegen den Treuhandvertrag verstoßen und der Treuhänder hätte die Gelder überhaupt nicht weiterleiten dürfen.

Wenn Sie Anleger der MS „TS Schlüter“ GmbH & Co. KG sind und auch ein Schreiben vom Insolvenzverwalter bekommen haben, dann sollten Sie den dort geforderten Geldbetrag nicht ungeprüft bezahlen.

Wir empfehlen Ihnen, einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt aufzusuchen. Nehmen Sie gerne über diese Seite Kontakt zu uns auf oder rufen uns an (089. 38 66 54 30). Wir prüfen, ob die Ansprüche des Insolvenzverwalters tatsächlich bestehen und ob Sie hieraus in Anspruch genommen werden können.