Im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses mit der Praxair mussten die freien Aktionäre der Linde AG das Unternehmen verlassen. Wer den Weg in die neue Linde PLC nicht mitgegangen ist, dem wurden seine Aktien durch einen Squeeze Out zwangsweise gegen eine Barabfindung ausgebucht.

Diese Barabfindung wird jetzt in einem gerichtlichen Verfahren (Spruchverfahren) überprüft werden. Das Landgericht München I wird zu entscheiden haben, ob der Preis, den die Aktionäre für ihr Ausscheiden erhalten haben, angemessen war.

Es spricht einiges dafür, dass er das nicht gewesen ist. So wurden bei Abzinsungsparametern im Rahmen der Wertermittlung für die Abfindung Werte angesetzt, die der ständigen Rechtsprechung des Landgerichts München I widersprechen. Auch ist fraglich, ob die Unternehmensverkäufe, die auf der ganzen Welt wegen der Fusion und den damit verbundenen kartellrechtlichen Vorgaben gemacht werden mussten, in korrekter Weise in die Barabfindung eingeflossen sind.

Die Kanzlei Bergdolt wird für die von ihr vertretenen Mandanten in jedem Fall ein Spruchverfahren einleiten. Da der Squeeze Out am 08.04 2019 in das Handelsregister eingetragen worden ist, ist die Frist zur Einleitung des Spruchverfahrens der 08.07.2019.

Die Kanzlei ist gerne bereit, alle betroffenen Aktionären im Spruchverfahren zu vertreten. Gerne können Sie uns den Auftrag zu ihrer Vertretung via E-Mail erteilen. Zur Eröffnung des Verfahrens wird dann noch ein Beleg der Bank benötigt, dass sie am 08.04.2019 Aktien der Linde AG in Ihrem Depot gehabt haben. Einen derartige Bestätigung erhalten sie von ihrer Bank.

Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.