Mehrere der Investmentfirmen der P&R sind pleite. Um sich vor dem Totalverlust des investierten Geldes zu schützen, sollten Anleger sich im Insolvenzverfahren vertreten lassen und Ansprüche auf Schadenersatz prüfen lassen.

“In Situationen, wie sie sich jetzt bei P&R darstellt, sollten Anleger mehrgleisig fahren. Zum einen ist eine konsequente Vertretung im Insolvenzverfahren wichtig. Darüber hinaus müssen Wege gesucht werden, möglichst viel des investierten Kapitals zurückzuholen.”

Daniela A. Bergdolt, Rechtsanwältin

Was ist passiert?

Am 15. März haben drei Töchter der Investmentfirma P&R Insolvenz angemeldet. Betroffen sind die Firmen

  • P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH,
  • die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH und die
  • P&R Container Leasing GmbH ein Insolvenzantrag gestellt.

Auch bezüglich der P&R Transport-Container GmbH veröffentlichte die P&R aktuell, dass die Gefahr eines Forderungsausfalls bestünde und eine Restrukturierung geprüft werde. Inzwischen wurde bekannt, dass die insolventen Firmen Schulden bei der P&R Transport-Container GmbH. Diese werden nun wohl ausfallen, so dass abzuwarten sein wird, wie die Liquidität sich hier entwickeln wird.

Was ist nun zu tun? Da die Anleger Eigentümer der Container geworden sind, haben sie von der Insolvenz unabhängige Rechte auf Mieteinnahmen und ggf. auch auf den Rückkauf. Dies muss dem Insolvenzverwalter gegenüber angezeigt werden. In einem zweiten Schritt sollten Ansprüche auf Schadenersatz außerhalb des Insolvenzverfahrens geprüft werden. Durch diese Kombination haben die Anleger die größte Chance darauf, das eingesetzte Geld zurückzubekommen und möglichst viel von der zugesagten Rendite.

Veröffentlichung des Insolvenzverwalters

Die Insolvenzverwalter haben inzwischen mit den Gläubigerausschüssen zusammen die Arbeit aufgenommen. Zwar wurde hier mitgeteilt, dass quasi momentan nichts zu veranlassen ist. Dies trifft nur zum Teil zu. Anleger müssen wachsam bleiben. Der Insolvenzverwalter ist nicht ausschließlich im Interesse der Anleger tätig. Er muss das Interesse der gesamten Gesellschaft vertreten. Auch im Gläubigerausschuss sitzen Vertreter aller Gläubigergruppen, so dass auch hier die Möglichkeit besteht, dass eine Blockade eintritt. Eine ausschließliche Vertretung eigener Interessen können Anleger nur erreichen, wenn Sie selbst tätig werden. Auch kann der Insolvenzverwalter natürlich keine Schadenersatz-Ansprüche der Anleger außerhalb des Insolvenzverfahrens geltend machen.

Schneeballsystem?

Inzwischen kommt der Verdacht auf, dass die Auszahlungen an die Anleger aus angeblichen Mieteinnahmen über einen erheblichen Zeitraum hinweg nur über frisches Geld gedeckt werden konnte. Wenn P&R tatsächlich bereits seit Längerem nur über neu eingeworbenes Kapital ihren Verpflichtungen nachkommen konnte, liegt der Verdacht nahe, dass ein so genanntes Schneeballsystem vorliegt. In diesem Falle muss geprüft werden, ob Schadensersatz Ansprüche auch gegen die Gesellschafter und Organe der P&R Gesellschaften durchsetzbar sind.

Darüber hinaus bestehen eventuell Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater.

Wie geht es weiter?

Ein Insolvenzverfahren wurde bereits für drei Gesellschaften beantragt. Insolvenzverwalter ist Herr Rechtsanwalt Jaffé aus München.

Die Kanzlei Bergdolt vertritt bereits zahlreiche geschädigte Anleger von P&R. Wir prüfen derzeit Ansprüche auf Schadenersatz in alle Richtungen. In Betracht kommt ein Vorgehen gegen die Hintermänner und Entscheider der P&R sowie gegen Anlageberater.

Wir helfen Ihnen

Wenn Sie auch zu den Geschädigten gehören, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Wir prüfen Ihre Unterlagen und beraten Sie hinsichtlich weiterer Schritte.

089.38 66 54 30

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