Der Kurs der Wirecard-Aktien wurde in den letzten Wochen stark gebeutelt. Es gab ein reges Auf und Ab. Tagesverluste im zweistelligen Prozentbereich Bereich war keine Seltenheit.

Der Auslöser waren Veröffentlichungen der Wirtschaftszeitschrift Financial Times. Danach gab es bei Wirecard Unregelmäßigkeiten bis hinein in den strafrechtlichen Bereich. Der Schwerpunkt des Geschehens lag dabei beim asiatischen Raum, vorwiegend wohl in Singapur. Am 08.02. was es dann sogar so weit, dass die Polizei in Singapur die dortigen Wirecard-Büros durchsucht hat.

Viele Aktionäre haben während dieser Turbulenzen viel Geld verloren. Zurecht kommt die Frage auf, ob Schadensatzansprüche möglich sind, um sich das verlorene Kapital zurück zu holen.

Die Bereits vorliegenden Anhaltspunkte, die sich aus den Berichten der Financial Times ergeben, sind hierfür eine hinreichende Grundlage.

Aus den Aufdeckungen der Financial Times ergibt sich, dass Unregelmäßigkeiten der Wirecard spätestens im Herbst 2017 begonnen haben. Dass dies intern bekannt war, zeigt sich aus Unterlagen aus dem Mai 2018. Hier zitiert die Financial Times aus einem Gespräch, bei dem auch ranghohe Mitglieder des Management dabei waren. Zum damaligen Zeitpunkt liefen wohl bereits interne Ermittlungen. Das deutet stark darauf hin, dass das Unternehmen wusste oder zu mindestens den Verdacht hatte, dass etwas im Argen ist.

Was ungewöhnlich ist, ist dass die Wirecard bereits interne Ermittlung selbst eingeleitet hat. Eine große indische Kanzlei war damals beauftragt worden. Das ist ein Vorgang, bei dem einiges dafür spricht, dass hier der Kapitalmarkt informiert werden müsste. Das ist nicht geschehen.

Zu klären wird sein, wann genau eine Veröffentlichung der Ereignisse bei Wirecard hätte erfolgen müssen. Es spricht viel dafür, dass dies spätestens dann der Fall war, als das Gutachten bei der indischen Kanzlei in Auftrag gegeben worden ist.

Börsennotierte Aktiengesellschaften müssen den Kapitalmarkt informieren, wenn es dort interne Vorgänge gibt, die den Aktienkurs beeinflussen können, wenn sie bekannt werden. Dass die Vorgänge bei Wirecard dazu geeignet waren, hat sich spätestens dann gezeigt, als sie tatsächlich bekannt wurden – sonst wäre der Kurs nicht so gravierend abgerutscht.

Aktionäre, die von der Lage über Wirecard betroffen sind, können hier Kontakt zu unserer Kanzlei aufnehmen. Wir prüfen kostenfrei Ihre Ansprüche und erstellen unverbindlich ein Angebot, was ein Vorgehen in Ihrem Fall kosten würde.