201701.28
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Squeeze-Out bei IKB: Spruchverfahren steht bevor

IKB-Gebäude in München (Quelle: wikipedia / Bubo)

Vielen ist der Name noch aus den Anfängen der globalen Finanzkrise bekannt. Damals war die IKB als erste deutsche Bank ins straucheln geraten. Nun steht ein nächster Meilenstein in der Geschichte des Instituts an: Die Hauptversammlung hat beschlossen, die Minderheitsaktionäre gegen Bezahlung einer Barabfindung aus dem Unternehmen hinauszudrängen. Angeboten worden waren im Rahmen der Hauptversammlung EUR 0,49 pro Aktie.

Im Rahmen dieser Hauptversammlung hat sich auch herausgestellt, dass dieser Betrag nicht angemessen sein könnte. In der ihm zugrunde liegenden Unternehmensbewertung wurde mit einem Kapitalisierungszinssatz gerechnet, der vielen zu hoch erscheint. Sinkt dieser, steigt der Wert des Unternehmens und damit auch der Abfindung.

Auf der Hauptversammlung abgefragte alternative Berechnungen ergaben höhere Barabfindungen.

Die Kanzlei Bergdolt ist bereits beauftragt worden, ein Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung in diesem Fall einzuleiten. Wir sehen dabei durchaus Chancen, eine höhere Barabfindung zu erreichen. Die Kosten des Spruchverfahrens müssten von der Hauptaktionärin, der LSF6 Europe Financial Holdings, L.P. getragen werden, da das Verfahren nicht offensichtlich aussichtslos ist.

Wenn auch Sie zu den hinausgedrückten Aktionären gehören und Interesse haben, sich an einem Spruchverfahren zu beteiligen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Nachdem der Squeeze Out am 23.01.2017 in das Handelsregister eingetragen worden ist, ist die Frist für die Antragstellung der 23.04.2017.