201703.15
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Zahlungsmittel Bitcoin – Was ist das?

Durch die Schlagzeilen geht in letzter Zeit immer wieder der Name eines neuen Zahlungsmittels, den sogenannten Bitcoins.

Bitcoins sind Zahlungsmittel, die digitales Geld darstellen. Seit circa 2009 gibt es diese Bitcoins. Der Name Bitcoin kommt aus dem englischen und bedeutet sinngemäß „digitale Münze“. Hierbei handelt es sich um ein dezentrales Zahlungssystem und eine digitale Geldeinheit. Eine Computerstruktur verwaltet dieses Zahlungssystem mit einer eigenen Software dezentral über ein Rechnernetz. Alle Teilnehmer, die sich registrieren lassen und Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren, können Transaktionen über diese Datenbank durchführen. Der Händler, der ein Bitcoin-System für Zahlungen akzeptiert, muss eine Internetverbindung haben und die sogenannte Bitcoin-Wallet-Software benutzen.

Zwischenzeitlich haben viele Internetportale Bitcoins akzeptiert; aber auch Lieferdienste, Reiseveranstalter oder kleine Geschäfte akzeptieren Bitcoins. Da die Bitcoin-Zahlung völlig dezentral erfolgt, fallen keine Extra-Kosten für Zahlungen ins Ausland an, da die Währung internetbasiert ist.

Der Wechselkurs von Bitcoins zum US-Dollar war anfänglich ohne bezifferbaren Wert. Noch Ende 2011 lag der Wert eines Bitcoins bei etwa 10,00 US-Dollar. Ab Oktober 2015 stieg der Kurs jedoch, er erreichte jetzt im März ein Allzeithoch von mehr als 1.300,00 US-Dollar.

Hintergrund war die Hoffnung, dass die US-Börsenaufsicht einen ersten Indexfonds auf diese Währung genehmigt. Diese Hoffnung hat sich jedoch zerschlagen: Die amerikanische Börsenaufsicht war der Ansicht, dass das Finanzprodukt zu anfällig für Manipulationen und Betrügereien sei, da der Bitcoin-Handel nicht reguliert wäre. Hierdurch kam es zwischenzeitlich zu einem Kursrutsch der Bitcoins auf um die 1.000,00 US-Dollar.

Bitcoins kann man entweder mit einem komplexen Rechenverfahren erzeugen (sogenanntes „Mining“) oder durch Eintausch mit Währungen erlangen. Diese Tauschbörsen sind aber nicht reguliert. So gibt es zum Beispiel Bitcoin-Geldautomaten, an denen man mittels Bargeld Bitcoins ziehen oder unmittelbar auf sein Handy oder sein digitales Wallet überweisen kann.

Grundsätzlich soll die Zahlung anonym im Internet erfolgen. Solange weder die IP-Adresse noch die Bitcoin-Adresse zugeordnet werden können, schützt eine Bitcoin-Zahlung die Privatsphäre. Prinzipiell stellt die Bitcoin ein relativ sicheres Zahlungsmittel dar. Durch die Speicherung in der dezentralen Struktureinheit (sogenannte „Blockchain“) ist die Erzeugung jeder einzelnen Bitcoin nachvollziehbar und nicht sehr fälschungsanfällig. Problematisch ist allerdings, dass es nicht möglich ist, einen Kauf in der Währung Bitcoin rückgängig zu machen.

Die größte Bitcoin-Gemeinde befindet sich in China. Dort wird das größte Volumen des Handels in Bitcoins durchgeführt. Für den deutschen Normalverbraucher ist die Bitcoin momentan noch zu unüberschaubar als dass er sich auf die Zahlung durch eine Bitcoin einlassen sollte.