201806.14
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P & R – Pleite: Kanzlei Bergdolt nimmt Wirtschaftsprüfer in Haftung.

Im Insolvenzfall P & R kommen über die Insolvenzverwalter immer mehr Informationen über die zahlungsunfähigen Gesellschaften ans Licht. Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass ein Großteil der Container, die dort eigentlich vorhanden sein sollten, bereits verkauft worden sind. Seit über 10 Jahren, so heißt es, sei bereits dokumentiert, dass es weniger Container gibt, als das vertraglich den Anlegern zugesichert worden ist.

Dies deutet darauf hin, dass im Insolvenzverfahren eine deutlich geringere Menge an verwertbaren Vermögensgegenständen zur Verfügung steht, als ursprünglich angenommen.

Umso wichtiger, ist es, dass Anleger sich durch eine Inanspruchnahme von Personen außerhalb der insolventen Gesellschaft vor einem Totalverlust ihres investierten Vermögens schützen.

In dieser Lage hat die Kanzlei Bergdolt nun für zahlreiche Anleger den langjährigen Abschlussprüfer der P&R –Gesellschaften, Herrn Werner Wagner-Gruber in Anspruch genommen. Dieser hat seit 2012 sämtliche Jahresabschlüsse der Gesellschaft geprüft und hier ein eingeschränktes Testat erteilt. Dies hätte nach unserer Ansicht nicht erfolgen dürfen. Bei genauem Hinsehen wäre diesen Abschlüssen bereits damals zu entnehmen gewesen, dass wichtige Geldflüsse verschleiert werden. Ein Testat hätte unter diesen Umständen nicht erteilt werden dürfen. Außerdem hat Herr Wagner-Gruber laufend die Mietzahlungen der P & R – Gesellschaften an die Anleger geprüft und für vertragsgemäß befunden. Dass dies nicht der Fall war, ist heute bekannt.

So ist durch den dokumentierten Rückstand im Containerbestand klar, dass die Investitionen der Anleger nie eine Sachanlage im eigentlichen Sinn waren. Der einzelne Container, in den investiert werden sollte und der dann jedem Anleger auch wirklich gehören sollte, hat wohl in vielen Fällen nie existiert.

Die vertragliche Mietzahlungsverpflichtung, für einen eigenen Container Mieten weitergeleitet zu bekommen, wurde somit nicht erfüllt und konnte auch nie erfüllt werden. Hätte Herr Wagner-Gruber im Rahmen seiner Prüfungspflicht bei den Jahresabschlüssen auf eine Vorlage der relevanten Zahlen hingewirkt, wäre ihm das auch aufgefallen.

Rechtsanwältin Daniela Bergdolt: „Herr Wagner-Gruber muss für seine Versäumnisse geradestehen. Wir hoffen, dass wir uns außergerichtlich mit ihm einigen können. Wenn nicht, dann wird es wohl zu einem Kapitalanlegermusterverfahren kommen. Wir werden ein solches auf jeden Fall anstreben. So können die vielen geschädigten Anleger unkompliziert und preisgünstig im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens Ihre Schadensersatzansprüche gegen den Wirtschaftsprüfer durchsetzen.“

Um möglichst vielen Anlegern die Teilnahme einer möglichen außergerichtlichen Einigung mit Herrn Wagner Gruber zu ermöglichen, hat die Kanzlei Bergdolt ein transparentes Vergütungsmodel für die außergerichtliche Vertretung entwickelt.

Geschädigte Anleger der P&R Gesellschaften können sich jederzeit in der Kanzlei melden und ihre Ansprüche kostenlos überprüfen lassen. Auch eine Teilnahme am Informationsabend am 25.06.2018 im Ausbildungshotel St. Theresia, Hanebergstraße 8, 80637 München um 19:00 Uhr ist noch möglich. Interessenten können sich hierfür in der Kanzlei anmelden.