201810.30
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P&R nach der Gläubigerversammlung – Kanzlei Bergdolt wird weiter klagen

Am 17., 18. und 22.10.2018 haben die ersten Gläubigerversammlungen stattgefunden. Diese haben wir besucht. Der Kern dieser Versammlungen war der Bericht des jeweiligen Insolvenzverwalters aus der Kanzlei Jaffé. Hier wurde über den bisherigen Verlauf des Insolvenzverfahrens berichtet. Auch berichtet wurde darüber, was der Insolvenzverwalter in der Firma jeweils vorgefunden hat. Vieles davon war schon im Vorfeld bekannt. Es hat sich jedoch leider bestätigt, dass spätestens ab dem Jahr 2010 die P&R-Gesellschaften eigentlich insolvenzreif waren.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt, wahrscheinlich schon ab 2007, wurden Container verkauft, die es nicht gab. Auch wurden spätestens ab diesem Zeitpunkt neue Anlegergelder dafür verwendet, bestehende Anleger auszuzahlen. Also hat das sogenannte Schneeballsystem zu diesem Zeitpunkt bereits bestanden.

Der Insolvenzverwalter hat mitgeteilt, dass er es für realistisch hält, in den nächsten 3 Jahren bis zu 550 Mio. EUR aus den Containermieten von der Schweizer P&R-Gesellschaft einzutreiben. Freilich hängt dies alles von der Weltwirtschaft ab und dem Verlauf der Entwicklung der Containerbranche. Dies gilt vor allem für die Rückkaufpreise.

Angedeutet wurde auch, dass was die Rückkaufpreise angeht, alle Gläubiger gleich behandelt werden sollen. Es kommt dann also nicht mehr darauf an, was für einen konkreten Vertrag man abgeschlossen hat, sondern es wird die gleiche prozentuale Auszahlung für alle erfolgen. Hier wird der Insolvenzverwalter im Laufe der Zeit ein Vergleichsangebot machen, weil er nicht den ganzen Containerrückkaufbetrag zurückzahlen möchte.

Erste Zahlungen wurden für das Jahr 2020 angekündigt.

Bestätigt haben sich auch die von unserer Kanzlei verfolgten Schadenersatzansprüche gegen außerhalb der Gesellschaft stehende, wie ehemalige Geschäftsführer, Wirtschaftsprüfer usw.. Von unserer Seite wurde sehr früh der Ansatz verfolgt, diese außerhalb des Insolvenzverfahrens in einem ordentlichen Gerichtsverfahren zu verklagen.

Erste Klagen gegen den Wirtschaftsprüfer laufen bereits. Auch gegen Herrn Roth werden wir zeitnah Klagen einreichen. Arreste zur Sicherung seines Vermögens wurden bereits erlassen. Auch steht eine Inanspruchnahme der weiteren Beteiligten unmittelbar bevor.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme an dem Gerichtsverfahren gegen die außenstehenden Personen und Hintermänner haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf; dies gilt natürlich auch, wenn Sie weitere Informationen wünschen.