202111.23
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Telekom-Verfahren wird per Vergleich beendet werden

Der Telekom Prozess wird durch Vergleich beendet.  Es geht um die dritte Tranche, die am 19. Juni 2000 an den Markt kam. Der Emissionspreis lag damals bei 66,50 Euro pro T-Aktie. Viele Aktionäre haben die Deutsche Telekom verklagt, da sie sich bei Kauf der Aktie getäuscht sahen.

Nun soll der Prozess über die Schadensersatzansprüche der Kläger im Wege eines Vergleiches geregelt werden.

So erhalten Kläger, die den Vergleich akzeptieren, die vollen Erwerbskosten für die Aktien abzüglich erfolgter Dividendenzahlungen und möglicherweise zwischenzeitlichen Verkaufserlösen. Darüber hinaus werden 70 Prozent der Prozesszinsen erstattet. Damit wird – bis auf ein kleiner Teil der Zinsen – nahezu 100 Prozent der geltend gemachten Ansprüche befriedigt.

Wer nicht akzeptiert, dem muss klar sein, dass der weitere Rechtsweg lang, steinig und kostspielig werden dürfte. Zudem ist die Chance, am Ende ein deutlich besseres Ergebnis zu erzielen, nicht sonderlich hoch.

Rechtsanwältin Daniela Bergdolt  war  aktiv in die Vergleichsverhandlungen eingebunden und befürwortet dementsprechend auch die jetzt gefundene Beilegung des jahrzehntelangen Rechtsstreits:  Ich begrüße die gefundenen Einzelregelungen des Vergleichs ausdrücklich. Das Vergleichsergebnis berücksichtigt insbesondere die lange Verfahrensdauer. Ich rate allen Klägern diesen Vergleich anzunehmen.