201303.22
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Windreich

Windreich: Kanzlei Bergdolt und Schubert prüft Ansprüche gegen Bank Sarasin

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Windreich AG wegen Bilanzmanipulation und Insolvenzverschleppung. Auch die Bank Sarasin gerät ins Zwielicht. Anleger sollten mögliche Forderungen jetzt prüfen.

München, 15. März – Das Ökounternehmen Windreich AG ist in argen Schwierigkeiten. Seit einigen Tagen ermittelt die Staatsanwaltschaft gleich in zwei Richtungen. Die Vorwürfe lauten auf Bilanzmanipulation und Insolvenzverschleppung. In beiden Fällen sehen die Justizbehörden einen Anfangsverdacht. Zugleich gerät auch die Bank Sarasin im Zusammenhang mit den Ereignissen ins Zwielicht. Das Institut, das sich gerne einen besonders ökologischen Anstrich gibt, hat Medienberichten zufolge dem Unternehmen Windreich Kredite im Volumen von rund 70 Millionen Euro gewährt. Gleichzeitig beriet und verkaufte Sarasin Kunden die Anleihen des Unternehmens ganz offensiv. „Damit befindet sich die Bank Sarasin in einem massiven Interessenkonflikt“, erklärt Rechtsanwältin Daniela Bergdolt von der Kanzlei Bergdolt und Schubert.

Die Kanzlei berät bereits mehrere Mandanten im Fall Windreich/Sarasin: „Nach unseren Informationen hat Sarasin viele Anleihekäufer nicht ausreichend über die Risiken der Windreich-Papiere aufgeklärt. Und ebenso wenig über den internen Interessenkonflikt“, so Bergdolt. Sollte sich das erhärten, will die Kanzlei für die betroffenen Mandanten Schadenersatzansprüche gegen Sarasin einklagen. Gleichzeitig prüft die Kanzlei aber auch, inwieweit Anleger Ansprüche gegen die Gesellschaft und ihren Gründer Willi Balz stellen können.

Die Größenordnung ist immens: Windreich hat in den vergangenen Jahren zwei Unternehmensanleihen im Gesamtwert von 125 Millionen Euro ausgegeben – die Kurse der entsprechenden Papiere sind zuletzt massiv gefallen. Sie notieren inzwischen auf einem Niveau einer Insolvenz. Die rasant fallenden Kurse kommen nicht von ungefähr. Neben den strafrechtlichen Vorwürfen werden auch die Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens immer offensichtlicher. Anfang März hatte Windreich seinen Anleihegläubigern fällige Zinsen erst mit Verspätung zahlen können.

Unabhängig vom Ausgang der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen rät Kapitalanlagerechtlerin Daniela Bergdolt Anleihegläubigern dazu, sich jetzt rechtlichen Beistand einzuholen. „Es ist zu befürchten, dass Windreich seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Daher sollten Anleger nun schnellstmöglich ihre Interessen sachkundig vertreten lassen.“ Zumal auch die Verjährungsuhr tickt. Die Faustregel lautet: Ansprüche verjähren drei Jahre nach dem Kauf.

Pressekontakt:
Kanzlei Bergdolt und Schubert
Sascha Grundmann // newskontor GmbH // Tel.: 02102/30969-21
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