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FFK environment Gläubigerversammlung 27.03.2014

Frau RAin Daniela Bergdolt wurde auf der Gläubigerversammlung der FFK Environment GmbH als gemeinsame Vertreterin und Mitglied des Gläubigerausschusses und Professor Dr. Rolf-Dieter Mönning wurde als Insolvenzverwalter bestätigt. In seinem Bericht an die Gläubiger teilte Mönning mit, dass es gelungen ist, den Geschäftsbetrieb seit Insolvenzantrag der FFK Unternehmen im Oktober 2013 zu stabilisieren und die meisten Kunden zu halten. „Damit haben wir eine wesentliche Voraussetzung für eine Sanierung geschaffen, denn nur ein lebendes Unternehmen mit einem guten Geschäftsmodell ist für potenzielle Investoren interessant“, sagt Mönning. Die Löhne und Gehälter der etwa 150 Beschäftigten in den drei Gesellschaften werden seit Verfahrenseröffnung wieder aus dem laufendem Geschäftsbetrieb finanziert.

Ein besonderes Augenmerk gilt den Entwicklungen bei der 100prozentigen Tochter, FFK Compositepellets Forst GmbH. Die Verantwortlichen wollten einen neuen und vielversprechenden Weg zur Herstellung eines kohlendioxidneutralen Brennstoffs aus
biogenen und fossilen Pellets (Braunkohle) entwickeln und wurden dafür mit einem umfangreichen Darlehen der Muttergesellschaft ausgestattet. Die notwendige neue Produktionsmaschine kann aufgrund technischer Probleme allerdings bis heute nicht
dauerhaft in Betrieb genommen werden. Mit dem Anlagebauer Dieffenbacher, dem Hersteller der Maschine, konnten die notwendigen Maßnahmen zur Lösung der technischen Probleme abgestimmt werden. Sollten hier zeitnahe Lösungen umgesetzt werden können, wird dies auch positive Auswirkungen auf eine mögliche Quotenauszahlung an die Gläubiger haben. Für eine mögliche Quote auf die Forderungen der Anleger und der übrigen Gläubiger ist deshalb ein wesentliches Kriterium, ob und welche der zahlreichen Schadenersatzforderungen auf langfristige Lieferverpflichtungen obsiegen und ob es
gelingt, das Vermögen der FFK-Gesellschaften als funktionierende Einheit zu veräußern.
Laut Mönning ist aufgrund verschiedener noch nicht geklärter Sachverhalte zum jetzigen Zeitpunkt keine verbindliche Aussage zur Quote möglich. Die Bandbreite einer möglichen Auszahlungsquote auf berechtigte Ansprüche der Gläubiger liegt zwischen einem höheren, einstelligen Prozentbereich bis über 30 Prozent.
An dem Verfahren sind über 700 Forderungen mit einem Volumen von nahezu 60 Millionen Euro beteiligt.