201410.30
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Schadensersatzansprüche gegen FFK Environment und deren Vorstände

Der Insolvenzverwalter Herr Prof. Dr. Rolf- Dieter Mönning hat zwischenzeitlich einen Halbjahresbericht beim zuständigen Amtsgericht Cottbus eingereicht. Hiernach befindet sich das Insolvenzverfahren immer noch mitten in der Abwicklung. Ein Ende des Verfahrens ist nicht absehbar.

Im Rahmen der Ermittlungen hat sich herausgestellt, dass die FFK Environment AG bei der Begebung der Anleihe Aussagen gemacht hat, die nicht der tatsächlichen Lage entsprachen, mit der Folge, dass die Anleihegläubiger diese gezeichnet haben im Vertrauen auf unrichtige Aussagen im Prospekt. Es ist auch davon auszugehen, dass ein falsches Rating vorgelegen hat. Sowohl Prospektaussagen, als auch die Bewertung in einem Rating wurden wohl unter der Ägide des Unternehmens erstellt. Hierfür sind auch Zahlungen geflossen. Dieser Sachverhalt würde das Unternehmen und auch unter Umständen die Vorstände zur Haftung aus Schadensersatz verpflichten.

Weiter ist davon auszugehen, dass die Verwaltung der FFK Environment wissen musste, dass die Inputströme von Abfall nicht ausreichen würden, um die entsprechenden Lieferverträge mit den Energiekonzernen zu erfüllen. Tatsächlich sind die notwendigen Abfallmengen schon 2012 nicht ausreichend gewesen. Somit sind auf dieser Basis erstellte Prognoserechnungen falsch.

Aus diesen Gründen ergeben sich wohl auf der einen Seite Ansprüche gegen die FFK AG, die Masseverbindlichkeiten sind, zum anderen Ansprüche gegen die Vorstände, die von jedem einzelnen Gläubiger als sogenannter „Individualanspruch“ geltend zu machen sind. Das bedeutet, dass Frau Daniela Bergdolt als Gläubigervertreterin für die Anleihegläubiger im Rahmen des § 19 Abs. 3 SchVG die Ansprüche für die Anleihegläubiger als Schadensersatzansprüche zur Insolvenztabelle anmeldet. Die Geltendmachung der weiteren Ansprüche gegen die Vorstände sind von dieser Tätigkeit jedoch nicht umfasst. Hier müsste eine Einzelmandatierung erfolgen. Sprich: jeder Anleihegläubiger muss seinerseits einen kundigen Anwalt mandatieren, um diese Ansprüche geltend zu machen. Hierzu raten wir dringend, da nunmehr ab unserem Informationsschreiben die Kenntnisnahme erfolgt und somit die Verjährungsfrist zu laufen beginnt.