201412.11
Off
0

Etappensieg für Telekom-Kläger

Der Bundesgerichtshof hat heute, am 11. Dezember 2014, seinen am 21.10.2014 gefällten Beschluss veröffentlicht, in dem er feststellt, dass der Prospekt aufgrund dessen Telekom-Aktien verkauft wurden, einen wesentlichen Fehler enthält. Damit hebt er die Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main auf, das in seinem Musterentscheid vom 16. Mai 2012 entschieden hatte, dass kein Prospektfehler vorliegen würden. Der BGH sieht einen Prospektfehler im Hinblick auf die Informationen zur konzerninternen Übertragung der von der Telekom gehaltenen Aktien des US-amerikanischen Telekom-Unternehmens Sprint Corporation.


Der BGH hat diesen Fehler festgestellt, jedoch das Verfahren zurück an das Oberlandesgericht verwiesen, da dieser noch keine Kausalität und kein Verschulden im Hinblick auf den Prospektfehler festgestellt hatte. Dies muss das Oberlandesgericht nun im Rahmen des Musterverfahrens erneut überprüfen.


“Damit haben die Telekom-Anleger, die Schadensersatzklagen gegen die Telekom erhoben haben, einen Etappensieg erreicht. Das Verfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt, das nun wieder eröffnet wird, wird aber sicher noch länger dauern. Die Kläger müssen sich also weiterhin gedulden”, so RAin Daniela Bergdolt.

Für alle von uns vertretenen Kläger läuft das Verfahren also weiter. Für diejenigen, die nichts unternommen haben, sind die Ansprüche leider verjährt.