Wirecard hat alles Vertrauen verspielt, Aktionäre handeln jetzt 

Die Kanzlei Daniela A. Bergdolt beobachtet Wirecard seit Jahren, bereits auf der vergangenen Hauptversammlung der Wirecard AG im 2019 erklärte Rechtsanwältin Daniela Bergdolt die Intransparenz des Unternehmens kategorisch für untragbar. Es hat sich nichts geändert. Der jüngste KPMG-Bericht hat jetzt gezeigt, dass die Schwelle zur fehlerhaften Kapitalmarktinformation überschritten ist. Nun reicht die Kanzlei Daniela A. Bergdolt Klagen ein. 

Worum geht es?

1.) Bei Wirecard gibt es Missstände in Sachen Compliance, die für ein Unternehmen dieser Art und Größe inakzeptabel ist. Darüber hätte Wirecard den Kapitalmarkt informieren müssen.

2.) Die Sonderprüfung hat zutage gefördert, dass Zahlungsströme nicht nachvollziehbar sind.

Hinsichtlich der Zwischenfälle in Singapur, die eine Anwaltskanzlei untersucht hat, wurde ebenfalls nicht informiert. 

Zum Drittpartnergeschäft kann Wirecard keine ausreichenden Angaben machen, maßgebliche Informationen nicht vorlegen. 

3.) Wirecard hat laut dem Sonderprüfer KPMG Zwischenberichte erhalten, musste also Kenntnis davon haben, dass nicht alles in Ordnung war. Zudem hat Wirecard trotz mehrmaliger Aufforderungen von KPMG in zahlreichen Fällen nicht oder mit erheblicher Verspätung Unterlagen zur Verfügung gestellt. In der Zwischenzeit hat Wirecard die Anleger in dem Glauben gelassen und zudem aktiv bekräftigt, alles sei in Ordnung. Dies ist offensichtlich falsch.

4.) Nach beziehungsweise mit Veröffentlichung des Berichts reagierte Wirecard weiter beschönigend. Ein adäquates Statement erfolgt bis heute nicht.

Aktionäre, die in diesem Zeitraum gezeichnet haben, wurden daher getäuscht.

Wer ist betroffen?

Durch die unterlassenen bzw. falschen Kapitalmarktinformationen von Wirecard sind Aktionäre geschädigt, die die Aktie in einem bestimmten Zeitraum gekauft haben. Es wird zum Teil davon ausgegangen, dass dieser Zeitraum bereits am 24.02.2016 beginnt. Geendet hat der Zeitpunkt dann in jedem Fall mit dem 27.04.2020, als der KPMG-Bericht veröffentlicht wurde.

Wie hoch ist der Schaden?

Wie gehen davon aus, dass der Schaden zumindest 32% des Kaufpreises beträgt. Um dieses Ausmaß ist die Aktie der Wirecard AG im Handelssystem XETRA gefallen, als der KPMG-Bericht bekannt wurde.

Wie geht es weiter?

Wir reichen Klagen für betroffene Aktionäre der Wirecard AG ein. Es ist davon auszugehen, dass es zu einem Kapitalanlegermusterverfahren vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht kommen wird. Hieran sind die Kläger dann automatisch beteiligt.

Unser Angebot

Gerne prüfen wir kostenfrei, ob Ihnen ein Anspruch zusteht und in welcher Höhe er ggf. besteht. Wir unterstützen Sie bei der Korrespondenz mit Ihrer Rechtsschutzversicherung, falls Sie eine haben.

Schicken Sie uns gerne die Daten Ihres Kaufs (Datum, Preis, Handelsplatz) oder den Kaufbeleg sowie die entsprechenden Daten oder Dokumente eines evtl. Verkaufs per E-Mail, Fax oder per Post zu. Wir melden uns dann so bald wie möglich bei Ihnen.